Meine Person

Ich bin am Ostersonntag 1972 geboren und mit zwei jüngeren Geschwistern in Muri/Freiamt aufgewachsen. Mein Vater führte sein eigenes Treuhandbüro. Meine Mutter hat sich auf die Familie konzentriert und privat Klavierunterricht gegeben. Später, als mein 10 Jahre jüngerer Bruder in der Schule war,  hat sie sich für den Wiedereinstieg als Fachfrau Betreuung entschieden.

Die Berufslehre KV mit Berufsmaturität habe ich bei der Genossenschaft Migros Aargau/Solothurn in Suhr absolviert (heute Migros Aare). Darauf war mein Vater, ein waschechter Migros-Fan, besonders stolz. Kurz nach der Lehre habe ich die Matura auf dem zweiten Bildungsweg an der AME in Aarau nachgeholt und wenig später Politik-, Betriebs- und Volkswirtschaft an der Universität Bern studiert. Es war mir wichtig, während meiner Studienzeit mindestens 50 Prozent im Erwerbsleben zu bleiben und mir meinen Lebensunterhalt selber zu verdienen. Später habe ich an der Fachhochschule Nordwestschweiz ein Executive Master in Unternehmenskommunikation erworben, um mein Profil im Dreieck von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik abzurunden. Rund zehn Jahre später habe ich mich für das Masterstudium in Digital Business an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich entschieden und 2018 mit Bestnote abgeschlossen. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den kommerziellen, technologischen und gesellschaftlichen Aspekten der Digitalisierung erlebte ich als sehr inspirierend. Darauf basierend habe ich anfangs August 2018 mein eigenes Unternehmen gegründet, die Shifting Society AG. Über einen ersten Meilenstein meiner Tätigkeit, den Aufbau eines Think Tanks für Digitale Ethik, ist Mitte Dezember bereits ein erstes Interview erschienen: Im Fokus

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Freunden und der Familie. Daneben unternehme ich mit meinem Lebenspartner Andreas Von Gunten regelmässig Velo-Touren und Wanderungen. Zuhause geniesse ich es in meinem Garten zu arbeiten und zu lesen.

Für gesellschaftliche Themen habe ich mich bereits während der Berufslehre interessiert. Am Familientisch waren politische Diskussionen allgegenwärtig. Anlässlich der 700-Jahre-Feier der Schweiz konnte ich als 19-Jährige an der ersten eidgenössischen Jugendsession im Bundeshaus teilnehmen. Diese Initiative haben wir, eine Handvoll engagierte Jugendliche, in den Folgejahren weitergeführt - und es gibt sie heute noch. Ein besonderes Erlebnis war für mich auch das Austausch-Semester in den USA. Während einem halben Jahr war ich an der Universität von Chapel Hill in North Carolina eingeschrieben. Das Jahr 2000 habe ich bewusst gewählt, um die Präsidentschaftswahlen aus erster Hand mitzuerleben. Und es hat sich gelohnt! Es war nicht nur ein äusserst spannender Wahlkampf, sondern auch eine historische Wahlnacht. Erst mehrere Wochen später wurde George W. Bush und nicht Al Gore zum Nachfolger von Bill Clinton ernannt. 


Mein Beruf

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Seit Sommer 2018 arbeite ich für mein eigenes Unternehmen, die Shifting Society AG, bestehend aus diversen Engagements an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein erster grosser Meilenstein ist der Aufbau eines Think Tanks für Digitale Ethik, das Centre for Digital Responsibility (CDR). Dieser neue Think Tank setzt sich mit den gesellschaftlichen Aspekten der Digitalisierung auseinander und macht das Wissen über diverse Produkte und Dienstleistungen zugänglich, z.B.

  • Shift 2019 - eine Konferenz zu Kundenerwartungen und Akzeptanzfragen bei datenbasierten Geschäftsmodellen.

  • Digital Ethics - ein Praxisseminar zur erfolgreichen Kundenorientierung bei neuen Geschäftsmodellen.

Das Spektrum der Tätigkeit dieses Think Tanks reicht von einem monatlichen Trendradar und unabhängigen Studien über Konferenzen und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Beratungsmandaten. Referate sowie die Lehrtätigkeit an Universitäten und Fachhochschulen runden das Portfolio ab. Die Arbeit erfolgt an diversen Orten, u.a. im neu eröffneten delibri.space (vgl. Bild).

Vor der Gründung meines eigenen Unternehmens habe ich beim Migros-Genossenschafts-Bund gearbeitet, zuerst als Leiterin Issue Management (2007-2010), dann als Direktorin für Nachhaltigkeit & Issue Management (2010-2018), einer Stabsstelle von CEO Herbert Bolliger. In dieser Funktion war ich für die Nachhaltigkeitsstrategie der Migros-Gruppe verantwortlich und pflegte Kontakte zu nationalen und globalen Organisationen. Ausserdem beobachtete und analysierte ich zusammen mit meinem Team die gesellschaftlichen Entwicklungen im Umfeld der Migros. Einen hohen Stellenwert genoss auch die individuelle Unterstützung und Beratung der zehn Genossenschaften sowie der Migros-Unternehmen. Es gefällt mir, Brücken zu schlagen zwischen der Wirtschaft und den Erwartungen der Gesellschaft. Ein wichtiger Meilenstein dieser Tätigkeit war zum Beispiel die Einführung von sozialen und ökologischen Basisanforderungen für alle Migros-Unternehmen sowie die Lancierung von Generation M. Diese Leistungen wurden auch von unabhängigen Dritten anerkannt. Zum Beispiel wurden beim renommierten ISS-Oekom Rating rund 150 Händler weltweit einer umfassenden Analyse mit 100 Kriterien unterzogen - mit dem Ergebnis, dass die Migros die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt ist.

Vor meinem Wechsel nach Zürich habe ich als Stv. Generalsekretärin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern gearbeitet (2003-2007). Es war meine erste Stelle nach Abschluss des Studiums. Als Stv. Generalsekretärin habe ich diverse politische Dossiers betreut, den Kontakt zum Parlament inkl. Oberaufsichtskommission gepflegt sowie die strategische Kommunikation für Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) und das Departement verantwortet. Zu den Höhepunkten dieser Zeit gehörten zum Beispiel das Krisenmanagement beim Einsturz gefährdeten Mitholz-Tunnel, die Koordination der kantonalen Stellen beim Jahrhundert-Hochwasser 2005 im Berner Oberland (inkl. Erarbeiten eines Rahmenkredits für das Parlament) sowie die Erarbeitung der Energiestrategie für den Kanton Bern. Die Parteiübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Kantonsverwaltung sowie zwischen Regierung und Parlament war bei solchen Aufgaben ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Diese Herausforderung hat mir gefallen.

Vor und während meines Studiums (1997-2003) habe ich als Kommunikationsberaterin gearbeitet, zuerst in der Agentur Burson-Marsteller im Team von Iwan Rickenbacher, dann während vier Jahren als selbständig erwerbende Fachfrau für Kommunikation und Projektmanagement. Während dieser Zeit hatte ich wertvolle Einblicke in unterschiedliche Organisationen und Unternehmen.

Zu den beruflichen Stationen während und nach der Matura (1993-1997) gehörten der Jugendverband OKAJ in Zürich, die Eidgenössische Jugendsession sowie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (Stab Präsidentschaft OSZE) in Bern.


Mein Dorf

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Im Sommer 2012 bin ich zusammen mit meinem langjährigen Lebenspartner Andreas Von Gunten nach Kölliken gezogen. Hier bewohnen wir ein charmantes Haus mit grosszügigem Garten aus dem Jahre 1923. 

Als gebürtige Freiämterin war mir diese Gegend des Kantons Aargau weniger bekannt, doch schnell war klar, dass uns Kölliken eine hohe Lebensqualität bieten würde. Was ich besonders schätze sind die angenehmen nachbarschaftlichen Beziehungen, die wir an der Berggasse pflegen dürfen, die zentrale Lage im Mittelland sowie die Läden und Restaurants im Dorf. Dass eine Gemeinde mit rund 4'000 Einwohnerinnen und Einwohnern so viel zu bieten hat, ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Entsprechend wichtig ist mir, dass ich meinen Beitrag an ein lebendiges Dorfleben leisten kann. Deshalb bin ich zum Beispiel Mitglied des Vereins "Freunde des Dorfmuseums" und froh, dass dieser im Januar 2014 in letzter Minute gerettet werden konnte. Und weil mir ein finanziell gesundes Kölliken am Herzen liegt, engagiere ich mich seit 2014 in der Finanzkommission, seit 2018 als deren Präsidentin. 

In den vergangenen Jahren haben mein Lebenspartner und ich 11 Jahre in der Altstadt von Bern und 5 Jahre im Zürcher Niederdorf gelebt. Unsere Ferien haben wir oft in den Städten von Europa verbracht. In den letzten Jahren verspürte ich das Bedürfnis nach mehr Ruhe und Natur. In Kölliken habe ich diese gefunden, hier ist das Leben deutlich weniger hektisch als in der Stadt.